Homeoffice – wie geht es weiter und unsere Tipps

Die Ergebnisse von drei Studien mit 504 KMU im ganzen Land ist der Bericht «Homeoffice und Cybersicherheit in Schweizer KMU», der zeigt, dass der Anteil der Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, eng mit der Schwere der Corona-Einschränkungen zusammenhängt. Vor der Pandemie lag der Anteil der Heimarbeit bei nur 10%. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 stieg sie auf 38%, fiel dann in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 auf 16 %, bevor sie sich während des zweiten Lockdowns im Jahr 2021 auf 36% erholte. Nur 12% der Beschäftigten in KMU arbeiten nach dem Ende der Corona-Beschränkungen von zu Hause aus.
Auch die Wahrnehmung der Telearbeit hat sich leicht verändert. In den Jahren 2020 und 2021 glauben 67% bzw. 65% der KMU, dass alle oder ein Teil ihrer Arbeitsplätze für Telearbeit geeignet sind. 2022 sinkt dieser Prozentsatz auf 61%. 

Home office

Doch woran liegt das?

Eine mögliche Erklärung, stellt die einfache Gegenüberstellung der verschiedenen Arbeitsformen dar. Während des Lockdowns wirkte das Homeoffice als ideale Lösung, doch spielt der Lockdown eine grosse Rolle hierbei für unsere Wahrnehmung. Als nur die Möglichkeiten «nicht arbeiten» und «homeoffice» bestanden, wirkte das Homeoffice in diesem Vergleich natürlich wie das non-plus-ultra, das war es schliesslich auch. Aber jetzt, da man wieder in die Büroräume zurückkehren kann, stellen sich einige Probleme heraus.

So fehlt die Räumliche Abtrennung zwischen Privatleben und Arbeit. Was eine 5 minütige Kaffeepause im Büro wäre, ist im Homeoffice dann sehr schnell eine «5 minütige Kaffeepause» in welcher einem dann noch einfällt, dass man die Wäsche noch machen könnte, mit dem Hund spazieren gehen, auf dem Rückweg noch Einkaufen und wenn man zurück im Homeoffice ist, steht dann die Mittagspause schon vor der Tür.

Weiter kann auch die Kommunikation erschwert werden. Normalerweise sollte man hochkonzentriert arbeiten, am besten in einen Tunnel kommen, um die Arbeit so gut wie möglich zu erledigen. Die Kommunikation zieht diesbezüglich leider einen Strich durch die Rechnung. Sollte im Büro jemand kurz etwas mit mitarbeitenden besprechen wollen, kann einfach der Arbeitsplatz aufgesucht werden. Im Homeoffice nicht, hier kann nur mit Chats oder Mail gearbeitet werden. Dies führt aber dazu, dass diese Chats und Mails viel häufiger gecheckt werden müssen als im Büro, was den Work-Flow unterbricht.

Zuletzt kommt es auch zu einer mentalen Frage. Das Fehlen eines Büros kann sich auch sehr stark auf die Psyche auswirken. Einerseits durch das fehlen menschlichen Kontakts, andererseits aber auch wieder durch die fehlende räumliche Trennung. Im Büro kommt es normalerweise täglich zu einem Feierabend-Ritual; Computer werden heruntergefahren, Sachen gepackt, Lichter aus und das Büro wird mit der Arbeit zurückgelassen. Im Homeoffice ist das nicht der Fall, die Arbeit kann nicht einfach an einem anderen Ort gelassen werden. Diesen fehlende «Loslassen» kann bei vielen zu erhöhtem psychischen Druck führen.

Unsere Tipps für das Home Office

Das Arbeiten vom Sofa, dem zu tiefen Küchentisch oder Liegestuhl führt früher oder später zu einem steifen Nacken und Rückenschmerzen. Es lohnt sich einen ergonomischen und bequemen Arbeitsplatz einzurichten wo man sich nicht nur wohlfühlt, sondern auch seinen Körper auf Dauer nicht schädigt.

Der Austausch mit Kollegen an der Kaffeemaschine oder im Flur lockert den Arbeitsalltag auf und fördert den Teamgeist. Damit genau diese Unterhaltungen im Homeoffice nicht verloren gehen, lohnt es sich Arbeitskollegen ab und zu auf einen “Virtual Coffee” zu treffen – ganz ohne Agenda oder Meeting-Ziele.

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