Diese 7 Filme und Dokus sind besonders sehenswert für Anleger

Es gibt eine ganze Reihe an Filmen und Dokumentationen, die sich mit Finanzthemen auseinandersetzen – lehrreich, unterhaltsam und sehr oft auch kritisch. Wenn Sie erfahren wollen, was hinter den Kulissen in Banken geschieht, wie Ihr Geld in der Welt arbeitet und welche Auswirkungen die Finanzwirtschaft auf unser aller Leben hat, dann könnten Ihnen folgende Filme und Dokus interessante Einblicke in die Welt des Geldes liefern.

7 Filme und Dokus

1.  Inside Job

Im Film Inside Job dreht sich alles um die Finanzkrise 2008 – eines der eindrucksvollsten Lehrstücke in der neueren Finanzgeschichte. Der Regisseur Charles Ferguson hat sich hier grösste Mühe gegeben, die Ereignisse und Hintergründe so aufzubereiten, dass auch Finanzlaien die Zusammenhänge verstehen.

Im Film wird genau beleuchtet, wie die Immobilienblase zustande kam, und wie Versagen nicht nur bei den Banken, sondern auch in der Politik zur Finanzkrise 2008 geführt haben. Ferguson stellt dar, wie durch eine stetig stärkere Deregulierung des Finanzsektors sämtliche Kontrollinstanzen langsam ausgehöhlt wurden. Die Folge: Ungeregelte Zockerei ohne Konsequenzen für die Zocker und das Entstehen einer Blase.

Für seine kritische Auseinandersetzung mit der Liberalisierung der Finanzmärkte erhielt Inside Job einen Oscar. Wenn Sie des Englischen mächtig sind, empfehlen wir Ihnen den Film im Original anzuschauen, denn Matt Damon führt als Erzähler durch die komplette Doku.

2.  The Big Short

Der Spielfilm The Big Short spielt zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 2008. Hier werden die Ereignisse, die zur Immobilienblase geführt haben, sehr unterhaltsam und packend in einer Story verwoben.

Der Film beginnt im Jahr 2005, in dem die Welt noch in Ordnung erscheint. Weltweit wird konsumiert, was das Zeug hält; Privatpersonen nehmen Kredite auf, um Immobilien auf Pump zu finanzieren, was die Preise durch die Decke gehen lässt.

Hedgefonds-Manager Michael Burry (gespielt von Christian Bale) und andere Investment-Banker erkennen, dass sich eine Blase anbahnt und wetten gegen den Markt.

The Big Short porträtiert die Habgier und kriminellen Machenschaften in den grossen Investmentbanken, die zum Crash 2008 geführt haben. Neben Christian Bale sind auch Brad Pitt und Ryan Gosling als Protagonisten mit von der Partie, was zu einem unterhaltsamen Filmabend beiträgt.

3.  Master of the Universe

In Master of the Universe erzählt der ehemalige Investmentbanker Rainer Voss von seinen Erfahrungen, die er als Finanzhai bei einer grossen Bank in Frankfurt in den 80er-Jahren gemacht hat. Die Doku aus dem Jahr 2013 ist ausschliesslich in einem verlassenen Bankgebäude in Frankfurt gedreht worden, und Rainer Voss ist der einzige Erzähler.

Laut Regisseur Marc Bauder war Voss der einzige (ehemalige) Investmentbanker, der sich dazu bereit erklärte, Zuschauern das Innenleben von Investmentbanken zu erläutern.

Er gibt zum Teil verstörende Einblicke, was sich hinter den Kulissen abspielt und schildert die Parallelwelt, in der sich Investmentbanker weit entfernt von der Realität bewegen und ihre Deals abschliessen. Voss erklärt leicht verständlich, wie es zum Crash im Jahr 2008 kommen konnte und warum sich solche Szenarien jederzeit wiederholen können.

4.  Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte

Regisseur Michael Moore, der schon mit seiner Doku Fahrenheit 9/11 eine bissige Politsatire verfilmt hat, widmet sich in Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte einem anderen brisanten Thema.

Nicht so trocken wie andere Dokus zu Finanzthemen, ist Michael Moores Version gespickt mit viel Humor und seinen persönlichen Meinungen. Er erklärt, was Kapitalismus ist, wie er entstand und zu dem wurde, wie wir ihn heute kennen.

Kritisch sieht und beleuchtet er, dass insbesondere in den USA (aber auch in vielen anderen westlichen Ländern) die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht, und die Mittelklasse langsam aber sicher verschwindet.

Mit Objektivität glänzt diese Doku bei Weitem nicht – und will es auch nicht. Wer sich auf Michael Moore einlässt, weiss genau dies zu schätzen und schaut sich genau aus diesem Grund seine Filme an.

5.  Blackrock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns

Nur wenig ist über die gigantische Vermögensverwaltung Blackrock bekannt, die eine Summe von 9,5 Billionen US-Dollar verwaltet. Der Finanzkonzern scheint nach aussen hin total abgeriegelt von der Realität. Wie die Geschäfte gelenkt werden, ist nicht bekannt. Interviews werden von Mitarbeitern konsequent abgelehnt.

Umso interessanter ist daher Tom Ockers‘ Doku Blackrock – Die unheimliche Macht eines Finanzkonzerns. Der Regisseur hat unter erheblichem Aufwand über ein Jahr hinweg versucht, so viele Informationen wie möglich über diesen „Überkonzern“ zusammenzutragen und ein Porträt davon zu zeichnen. Die Frage, die er versucht zu beantworten: „Muss man vor so einem grossen Konzern Angst haben?“

Bei vielen Konzernen ist Blackrock Grossaktionär, was dem Vermögensverwalter viel Macht und Einfluss gibt. Die Vernetzung von Blackrock zu tausenden Unternehmen und zu den höchsten Schaltstellen in der Politik wird in der Doku als besonders kritisch hervorgehoben.

Auch wenn Ockers während der Dreharbeiten sehr oft auf eine Mauer von Schweigen traf, ist es ihm gelungen, viele Informationen in der Doku zu verarbeiten, auch wenn viele Fragen immer noch offenbleiben. Den Zuschauer dürfte die Doku jedenfalls nachdenklich stimmen, vor allem in Hinblick auf die Frage: „Was passiert, wenn Blackrock pleitegeht?“

6.  Let’s make money

In der Doku Let’s make money zeigt der österreichische Regisseur Erwin Wagenhofer den Zuschauern, wie Banken und Versicherungen hinter den Kulissen arbeiten. Es wird der Frage auf die Spur gegangen, was unser Geld macht, wenn wir es einer Bank anvertrauen.

Wagenhofer zeigt anschaulich und leicht verständlich den Kreislauf des Geldes auf: wie Banken und Versicherungen es in den globalen Wirtschaftskreislauf einbringen, wie es dort arbeitet und welche Auswirkungen das hat.

Kritisch beleuchtet werden die Konsequenzen für Mensch und Umwelt, und aufgezeigt, wozu die Devise „Gewinnmaximierung um jeden Preis“ im Lauf der Zeit geführt hat. Wagenhofer stellt die Schattenseiten der Finanzwelt ungeschönt dar, was für den Zuschauer zu einem vollständigen Bild führt, denn der bekommt oft nur die schöne Seite dieser Medaille präsentiert. Eine Doku mit Tiefgang, die zum Nachdenken anregt.

7.  Bad Banks

Für Serienfreunde und Binge-Watcher wollen wir Ihnen zum Schluss dieses Artikels noch die Serie Bad Banks vorstellen. Dabei handelt es sich um eine deutsch-luxemburgische Produktion, die erfolgsgekrönt mittlerweile schon in der zweiten Staffel läuft.

Zuschauer folgen der Protagonistin Jana Liekam, die ihren Job bei einer Bank in Luxemburg verliert, von ihrer Ex-Chefin jedoch einen neuen Job bei einer Bank in Frankfurt vermittelt bekommt. Dort steigt sie schnell auf – schneller als ihren neuen Kollegen lieb ist. Ihre Ex-Chefin fordert dann auch noch eine Gegenleistung für die „Jobvermittlung“, was nicht nur zu externen Konflikten in Janas Geschäftsleben führt, sondern auch zu internen. Was machen Investmentbanker, wenn sich das Gewissen einschaltet? Welche Opfer ist man bereit zu bringen, um seine Karriere voranzutreiben?

Dadurch gibt Bad Banks nicht nur einen spannenden und unterhaltsamen Einblick in die Praktiken der Investmentwelt, sondern auch in die Gefühlswelten der Beteiligten.

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